Videos aus dem und über den Bayerischen Wald

Seit einiger Zeit bemüht sich unter der Adresse http://bayerischer-wald-videos.de ein neues Portal darum, bewegte Bilder aus dem und über den Bayerischen Wald zusammenzutragen und unter einer Adresse zu veröffentlichen. Das Portal hat mittlerweile eine beachtliche Zahl an Videos aus verschiedenen Quellen zusammengestellt und präsentiert diese übersichtlich und ansprechend.

Den Besuchern wird die Möglichkeit gegeben, die gezeigten Videos zu bewerten und zu kommentieren. Auch „Social Media“ wird auf den Seiten berücksichtigt – so erlaubt das Portal unter dem Namen „Urlaubsland Bayerischer Wald“ auch das Teilen und weiterleiten einzelner Videos.

Gut gelungen ist vor allem, dass zu jedem Video auch eine zum Teil sehr ausführliche Beschreibung beigefügt wurde.

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Die Stadt Freyung im Bayerischen Wald

Ohne Frage gehört Freyung zu einer der bekanntesten und schönsten Städte im Bayerischen Wald. In den letzten Jahren zieht es immer mehr Touristen in heimische Gefilde anstatt lange Reisen ins Ausland auf sich zu nehmen und das lohnt sich auch!

In dem kleinen beschaulichen Ort leben heute etwa 6.500 Menschen. Und wer denkt, dass eine Stadt mit so wenigen Einwohnern nicht viel zu bieten hat, der täuscht sich.
Der Bayerische Wald zählt schon seit Jahren zu einem Geheimtipp, wenn es um Erholung in Verbindung mit Sport und Spaß geht.

Dies hat auch die Gemeinde Freyung für sich entdeckt und bietet heute viele touristische Angebote für Menschen aus ganz Deutschland. Sehr beliebt ist die Stadt vor allem für ältere Reisende und Familien. Neben schönen Hotels in einem noch alten Baustil gibt es viel zu entdecken und zu sehen und jeder kommt auf seine Kosten.

Vor allem im Winter finden sich viele Reisende hier ein um Sport zu treiben. Aus Freyung wird im Winter ein Schneemeer und eignet sich perfekt zum Skifahren, Snowboarden oder rodelt. Die Landschaft überzeugt ganz alleine mit seiner Schönheit. Direkt im Ort befinden sich 3 Skilifte. Hier gibt es Bahnen für Anfänger des Skisports bis hin zu den Profis. Und nicht weit entfernt ist auch eine Eishalle für die Schlittschuhläufer unter ihnen.

Aber auch für die Entspannung ist gesorgt. Freyung gehört zu einem der vielen Luftkurorte im Bayrischen Wald. Es finden sich hier viele Angebote wie Thermen und Badehäuser in denen man in den Genuss von Massagen und heißen Bädern kommen kann. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb viele eine Kur in Freyung vorziehen.

Auf den Seiten der Stadt findet sich ein aktueller Veranstaltungskalender. Hier finden sich alle Daten zu Stadtfesten, Museen und weiteren interessanten Veranstaltungen.

Freyung ist auf alle Fälle einen Besuch wert und überzeugt mit seiner charmanten Art und der schönen Lage umgeben von vielen Wäldern.

Die Räuber Heigl Höhe am Kaitersberg

Östlich von Kötzting im oberen Bayerischen Wald erhebt sich der 1.132 m hohe Kaitersberg. Neben zahlreichen wildromantischen Wandermöglichkeiten findet sich dort auch ein weiteres interessantes Ausflugsziel – felsige Wege führen zur „Räuber-Heigl-Höhle“. Diese Höhle diente etwa Mitte des 19. Jahrhunderts dem Sozialrebellen Michael Heigl als Zuflucht und Unterschlupf. „Sozialrebell“ deshalb, da er vor allem Bauern und wohlhabende Geistliche beraubte.

Als „Räuber Heigl“ oder auch „Höhlenmensch vom Kaitersberg“ genoss Heigl zeitweise große Sympathien und Unterstützung der Bevölkerung. Nach einigen Jahren die er größtenteils in seinem Versteck auf dem Kaitersberg verbrachte, wurde der Räuber Heigl am 18. Juni 1853 gefasst und anschließend zum Tode verurteilt. König Max II. wandelte die Todesstrafe zwar in eine lebenslängliche Gefängnisstrafe um, jedoch wurde Heigl im Jahre 1857 durch einen Mithäftling getötet.

Der Räuber Heigl ist in Bayern auch heute noch ein Begriff, gilt er doch als niederbayerischer Robin Hood. Folgerichtig handeln zahlreiche Geschichten und Lieder über ihn, seine Raubzüge und auch den Verrat, aufgrund dessen die Polizei auf Heigls Höhle aufmerksam gemacht wurde.

Unterirdisches Zwiesel

Zwiesel, Luftkurort und Glasstadt, liegt im Bayerischen Wald, umgeben von den 3 höchsten Bergen des Bayerischen Waldes, dem Großen Arber, dem Großen Falkenstein und dem Großen Rachel.
Den Namen Glasstadt verdankt Zwiesel seiner Glasindustrie, der Kristallmanufaktur und der Glasfachschule. In einem Glasmuseum können Sie eine Sammlung alter Gläser aus der Zeit von 1800 bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts bewundern.
Es gibt 4 sehenswerte Kirchen und umfangreiche Kultur und Freizeitangebote.
Im Sommerurlaub können Sie Tennis spielen, Schwimmen, Reiten und Golfen. Im umliegenden Bayerischen Wald gibt es zahlreiche Strecken für Läufer und Mountain-Biker.
Durch die Lage im Bayerischen Wald ist Zwiesel aber auch ein beliebtes Wintersportgebiet.
Am interessantesten und in der Gegend des Bayerischen Waldes einmalig, ist allerdings das unterirdische Zwiesel.
Durch die Lage in Grenznähe wurde Zwiesel immer wieder Opfer von Seuchen, kriegerischen Überfällen und Hungersnöten, auch fiel die Stadt des öfteren Feuersbrünsten zum Opfer.
Hussiten, Schweden und Panduren fielen über Zwiesel her und plünderten.
Zum Schutz vor all diesen Gefahren entwickelten die Zwieseler Bürger ein System unterirdischer Gänge. Diese Gänge dienten als Fluchtwege, Verstecke und Vorratskammern.
Vermutlich wurde im Spätmittelalter mit dem Bau begonnen und dann Schritt für Schritt weitergebaut.
Mit der Hand und einfachsten Hilfsmitteln wurden diese Gänge und Räume geschaffen. Da das verwitterte Gestein nicht besonders hart war, wurden auch einfache Gesteinsbohrer eingesetzt, um Luftschächte und Schlupflöchen zu schaffen. Um das Hineinwerfen von Gegenständen, wie etwa Brandsätzen, zu verhindern wurden die Schächte und Löcher versetzt angebracht.
So entstanden bis zu 70 qm große Erdkeller in 15 m Tiefe.
Bis zum 18. Jahrhundert war dieses unterirdische System völllig intakt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde allerdings durch die einsetzende Bautätigkeit viel zerstört.
Inzwischen sind Teile des unterirdischen Systems wieder hergestellt worden und Sie können Sie auf Führungen besichtigen.
Der Verein „Unterirdisches Zwiesel“ bietet zudem Führungen in anderen Teilen an, die man nur von einem Privathaus aus erreichen kann. Hier gibt es auch immer wechselnde Ausstellungen, so wie etwa eine Glasausstellung.

Wandern im Bayerischen Wald

Der Bayerische Wald, an der deutsch-tschechischen Grenze gelegen, gehört zu den schönsten und beliebtesten Wandergebieten in Deutschland. Als typische Mittelgebirgsregion bietet der Bayerische Wald Wandermöglichkeiten für jeden Geschmack und auch Schwierigkeitsgrad, so dass er auch unter älteren Menschen und Wanderern, denen weniger der Sinn nach sportlichen Höchstleistungen steht, sehr beliebt ist.
Die Region Bayerischer Wald ist dünn besiedelt; malerische Bauerndörfer und Landgasthöfe wechseln mit unberührter Natur.
Der Nationalpark Bayerischer Wald ist der älteste Nationalpark Deutschlands und verfügt über eine atemberaubende Fauna und Flora. Das hier verfolgte Prinzip der kompletten Renaturierung hat zur Bildung eines echten Urwaldes geführt, – einmalig in der Bundesrepublik Deutschland. Sogar der Luchs, die größte europäische Katze, streift hier in gesicherten Beständen wieder umher und auch Wölfe werden ab und an gesichtet oder gehört, da seit dem Fall des Eisernen Vorhangs die Tiere ungestört vom benachbarten Böhmerwald (Tschechien) in den Bayerischen Wald und wieder zurück wechseln können.
Für Bergwanderer bietet der Bayerische Wald sanfte Anstiege zu den Gipfeln etwa des Großen Arber (höchster Berg im Bayerischen Wald) aber auch Klettermöglichkeiten für Fortgeschrittene in wilden Schluchten inmitten einer herrlichen, unberührten Natur.
Der Bayerische Wald ist für Wanderurlauber gut erschlossen; in und um Bodenmais, die Kreishauptstadt am Großen Arber, gibt es günstige Pensionen in rustikaler Atmosphäre, aber auch komfortable Hotels für anspruchsvollere Wanderer.

Further Drachenstich

Die Festspielzeit war vom 7. August bis zum 18. August 2008 – und dauerte wie immer elf Tage in Furth im Wald an der tschechischen Grenze im Bayrischen Wald.
Die alte Grenzstadt wird jedes Jahr im August mit ihrem langgestreckten Stadtplatz zur großen Freilichtbühne, auf der das alte Spiel des Further Drachenstichs seit 500 Jahren vorgeführt wird. Es ist eines der ältesten bayrischen Volksfeste mit einem Festumzug historischer Gruppen. Hauptattraktion der Festspiele, an der Hunderte Laiendarsteller in historischen Kostümen und mehr als 250 Pferde beteiligt sind, ist ein 18 Meter langer und fünf Meter hoher Drache, der mit mechanischen und elektronischen Steueranlagen ausgestattet ist, die von Männern, die im Bauch des Drachen sitzen, bedient werden.
Die Geschichte, die mit dieser Aufführung erzählt werden soll ist der Kampf des Guten gegen das Böse. Der Drache war bis zum Jahr 2007 das Symbol angstmachender Kriege im Grenzland um Fürth. Retter und Held war Ritter Udo, der seine Burgfrau befreite.
Seit 2007 gibt es eine neue Fassung, in der der Kampf mit dem Drachen den Zusammenbruch des Ostblocks symbolisieren soll.
Seit 2010 kommt der Drache als größter Roboter der Welt zum Einsatz. Der Arbeitstitel für den Bau des Drachen lautete „Tradinno“, eine Abkürzung, die sich aus der Zusammensetzung der Worte Tradition und Innovation gebildet hat.

Furth im Wald hat ein Waldmuseum, in dem man neben Mineralien und Holzwerkzeugen auch Präparate von einheimischen Tieren – inklusive mittlerweile ausgestorbener Arten – besichtigen kann.
In der Nähe des Museum gibt es ein Waldgehege mit Rotwild, Zwergziegen und Alpensteinböcken, im Winter werden auch Wildfütterungen angeboten.